Djursland hat über 260 Kilometer abwechslungsreiche Küste, aber es ist nicht egal, welchen Strand Sie wählen, wenn Sie gute Chancen haben wollen, das nordische Gold zu finden — Bernstein.
Hier sehen Sie, wo die Chancen am größten sind.
Allgemeine Faustregel:
Auf reinem Sand findet man selten Bernstein. Suchen Sie immer im Spülsaum – dem dunklen Band
aus Tang, Muscheln und vor allem den sogenannten „Bernsteinhölzern“ (kleine, schwarze,
leichte Stücke halbverrotteten Holzes).
Chancen: Mittel.
Das Gebiet: Auf diesem Abschnitt können Sie durchaus Bernstein finden, aber
im Allgemeinen sind die Möglichkeiten nicht so gut wie an den offenen Bernsteinstränden weiter
östlich.
Der Abschnitt ist aber einen Besuch wert, wenn das Meer längere Zeit unruhig war.
Chancen: Gut.
Das Gebiet: Dies sind die interessantesten Abschnitte auf der Karte, wenn
Sie Bernstein finden wollen.
Besonders gute Möglichkeiten gibt es rund um Rygårde, Fjellerup, Bønnerup, Gjerrild und
Grenå.
Tipp: Am Gjerrild Nordstrand sind die Chancen, Bernstein im Spülsaum zu finden, nach kräftigem Wind aus Nord und Nordwest besonders gut.
Chancen: Generell geringer.
Das Gebiet: Die Möglichkeiten sind hier geringer als an Djurslands Nord-
und Nordostküste.
Die Bedingungen variieren stark, und Windrichtung, Windstärke und Strömung entscheiden
maßgeblich darüber, ob Bernstein an die Küste getragen wird.
Unter anderem um Sletterhage ist die Küste von Steinen und tiefem Wasser nahe am Land geprägt.
Das macht es schwierig, hier Bernstein zu finden, und die Chancen sind klein.
Chancen: Klein.
Das Gebiet: Diese Abschnitte sind für die Bernsteinsuche generell weniger
interessant, weil mehrere Küsten stärker geschützt liegen. Das heißt aber nicht, dass sich kein
Bernstein finden lässt.
Nach kräftigem Wind kann es sich trotzdem lohnen, frisches Spülgut entlang der Küste zu
untersuchen. Achten Sie besonders auf Stellen, an denen sich Tang, kleine Holzstücke, Muscheln
und anderes Material gesammelt haben, denn Bernstein findet sich oft im Spülgut.
Wenn der Wind nachlässt: Kräftiger Wind ist wichtig, weil die Wellen Bernstein vom Meeresboden lösen können. Gehen Sie los, wenn der Wind abzuflauen beginnt und die Strömung stärker darüber entscheidet, wohin der Bernstein treibt.
Geduld nicht vergessen: An Djurslands Ostküste kann es von etwa 8 Stunden bis zu 2 Tagen dauern, bis in Bewegung geratener Bernstein die Küste erreicht.
Bernstein lässt sich auch nach Einbruch der Dunkelheit mit einer Bernsteinlampe finden.
Wird Bernstein mit ultraviolettem (UV) Licht angestrahlt, fluoresziert er und ist im Dunkeln
leichter zu erkennen. Gehen Sie langsam den Strand entlang und leuchten Sie über das Spülgut.
Denken Sie immer auch an eine gewöhnliche Stirnlampe, damit Sie den Weg finden.
Es kann schwer sein, ein Stück Bernstein von einem Stein zu unterscheiden, wenn der Fund nass am Strand liegt.
Hier sind einige einfache Methoden, mit denen Sie Ihren Fund untersuchen können:
Der Salzwassertest: Bernstein hat eine geringe Dichte und kann in ausreichend salzhaltigem Wasser schwimmen. Mischen Sie etwa 150 Gramm Salz in 1 Liter Wasser und legen Sie den Fund hinein. Schwimmt er, kann es Bernstein sein. Der Test ist jedoch keine sichere Bestimmung, da auch andere leichte Materialien schwimmen können.
Reiben: Reiben Sie den Bernstein vorsichtig an einem Stück Stoff. Bernstein kann sich statisch aufladen und dann kleine, leichte Gegenstände wie Papierschnipsel anziehen.
Eine schnelle Sicherheitsregel: Vorsicht vor Phosphor
Das Risiko, auf Djursland weißen Phosphor zu finden, ist extrem gering, da das Problem vor allem an
der jütländischen Westküste und auf Bornholm besteht. Da Phosphorreste aus dem Zweiten Weltkrieg
leider wie Bernstein aussehen, sich aber bei Körperwärme selbst entzünden können, sollten Sie sich
eine feste Gewohnheit zulegen — Benutzen Sie ein Glas: Stecken Sie Ihre
Funde am Strand nie direkt in die Hosentasche. Legen Sie sie stattdessen in ein Marmeladenglas oder
eine Plastikdose, bis Sie sie zu Hause getestet haben.
Gute Tour!